Marx an die Uni!
Schülerstreik
Da schämt man sich in Grund und Boden, zur gleichen Berufsgruppe wie diese Berliner Schüler zu gehören: Spiegel-online (Videobeitrag)
Ich bin grad ein wenig wütend auf diesen Haufen Idioten und deren Gefolge. Die eigentlichen Ziele des Streiks mögen ja ehrenvoll, sinnvoll, verständlich, wasauchimmer sein und ich räume jedem das Recht ein, bei berechtigter Unzufriedenheit auf die Straße zu gehen – und ich verstehe durchaus die Frustration angesichts des aktuellen Bildungssystems. Beispiel: Gymnasium in 8 Jahren (wer denkt sich so einen Quatsch aus? Die Schulzeit besteht aus wesentlich mehr als reinem Unterricht. Wenn sie aber zeitlich gestaucht wird, ohne den Inhalt zu reduzieren, nimmt der Unterricht und die Vor- und Nachbereitung durch z.B. Hausaufgaben einen viel zu großen Umfang im Tagesablauf ein. Die Folge: Die Entwicklung sozialer Bindungen, das unbewusste Erlernen von „Soft Skills“ etc. kommen zu kurz, jungen Schülern wird ein Teil ihrer Kindheit genommen. So jedenfalls meine Meinung). Aber ich schweife ab. Wo war ich? Achja.
Demonstrationen schön und gut – aber wenn ein paar linksextreme Kinder meinen, Erwachsensein zu spielen und ne halbe Stunde zu revolutionieren, wirkt das Ganze eher lächerlich. Weiterer Minuspunkt: Bei einer Demo für mehr Bildung wird ein Bildungsinstitut verwüstet. Und wenn dann Kommunisten eine jüdische Ausstellung zerstören, ist das natürlich noch besser. Das Lachen über diese Ironie bleibt mir da im Halse stecken. Immerhin ist es ihnen gelungen, Geld für Bildung lockerzumachen – nur dass dieses jetzt in die Renovierung der Humboldt-Universität investiert wird. Ganz klasse. Oh, und außerdem interessant: Während der Unterrichtszeit für mehr Bildung zu demonstrieren.
Jedenfalls dürfen wir uns jetzt sicher bedanken bei unserer Punk-Jugend. Ihr habt sicherlich sehr viel durch euren Vandalismus erreicht, nämlich etwa … nichts. Ich könnt kotzen. [Ähnliche Meinung zum Thema: O tempora, o mores]
P.S. Um nochmal auf den G8-Unfung zu sprechen zu kommen: Die Gymnasial-Zeit wurde ja verkürzt, um zukünftige deutsche Arbeitnehmer international wettbewerbsfähiger zu machen, da sie beim Eintritt in das Berufsleben jünger sein werden. Den gleichen Effekt, zumindest bei Männern, würde man doch durch die Abschaffung der völlig überflüssigen Wehrpflicht erreichen, oder irre ich mich da? Wäre das nicht ein wesentlich tauglicherer Ansatz?

ehrlich gesagt kann ich deine meinung nicht vollständig nachvollziehen….ich wette (ich weiss es leider nicht), dass die demosntranten nicht nur punks waren…nicht dass ich mit denen symphatisieren würde, aber so abwertend über einen im prinzip doch recht mutigen schritt zu sprechen halte ich für nicht richtig…bei uns anner schule würde das nie jemand machen…so ne lächerliche unterschriften aktion bringt nix…aber trotzdem gibbet genug sachen die ic hnicht verstehe, z.B. unseren reisen monitor…aber um da mal was zu bewirken, steht bei uns keiner auf…klar man sollte schon logisch kalkulieren auf was man aussicht hat, aber ein zeichen setzen zeigt vielleicht auch schon wirkung.
und so verstehe ich auch die schülerdemo. unsere politiker sollen sich mal gedanken machen…ich meine es ist eigentlich völlig paradox, dass menschen zwischen 40 und 70 über die zukundt, das leben und die entwicklung von kindern und jugendlichen entscheiden…
Gegen eine Schülerdemo hab ich ja auch nichts, was mich stört ist die Umsetzung.
[siehe oben: "ich räume jedem das Recht ein, bei berechtigter Unzufriedenheit auf die Straße zu gehen" - "Bei einer Demo für mehr Bildung wird ein Bildungsinstitut verwüstet."]
Aber wer wäre ich, wenn ich dir keine eigene Meinung zum Thema zugestehen würde ;)
Was soll das mit dem Marx? Karl Marx und seine Lehre basierten auf ganz falsche Schätzungen sowohl in politischer Hinsicht, als auch auf speziell wirtschaftlichen.
MARX dachte, dass SOZIALISMUS unbedingt ausbricht in einem Land, wo hoch entwickelt sein sollte. FEHLEINSCHÄTZUNG: Gerade dort der Sozialismus ausbrach, wo 76% der Bevölkerung auf Land lebte, zwar bescheiden, aber von Klassenkampf und Industrie nie gehört.
MARX meinte, dass Kapitalismus sehr leicht verdorbener Produkt und liege bereits damals Mitte 18. Jahrhundert in der Agonie. Wieder Falsche EINSCHÄTZUNG. Der Kapitalismus überlebte sogar 80 Jahre Terror (mit 70.000.000 Opfer) des real existierenden Sozialismus und sein umgetauftes Land „UdSSR“ existiert nicht mehr.
Zum Schluß KOMMUNISMUS. Marx träumte vom einen solchen Paradies. Aber noch nirgendwo in der Welt so ist zustande gekommen, jeder Versuch ist bereits in Vorstufe des Kommunismus durch Voraussetzung dessen (Sozialismus) gestolpert und abgeschrieben wurde.
Noch gibt es Nordkorea, wo ist mehr Gold verbracht für die Friedhöfe der Parteifunktionäre in Pjonjang als für normale Versorgung der Bevölkerung, die eigentlich nicht mehr fähig mit ihren niedrigsten Lebenserwartungen mit 54 Jahren die gewünschte Kommunismus auf die Beine zu bringen.
WAS SOLLEN DIE SCHÜLER LERNEN? Einen Versager Mordehai Marx? Selbst in seiner nach 2000 Jahren wiederherstellten Heimat ISRAEL noch nie seit der Gründung des Judenstaates war Bedarf an seine Idee des Kommunismus zu nachzufragen.
Das ist eine Super-Schnapsidee – ein perfektes LOL, meine Herrschaften.
Die Überschrift „Marx an die Uni!“ bezieht sich auf das Banner, welches zwei Punks in dem Video entrollen.
Ansonsten weiß ich nicht genau, was du mir sagen willst – dein Kommentar klingt so, als ob du mir Unterstützung dieser Punks vorwirfst und mich zu belehren versuchst, welche Fehler Marx gemacht hat?!
[...] Nachtrag: Anscheinend bin ich nicht der einzige mit dieser Meinung [...]
O tempora, o mores at Ministry of Public Enlightenment and Propaganda schrieb dies am 3. Mai 2009 um 11:03